Bedeutende Gruppe von verschiedenfarbigen Edelsteinen typisch pegmatitischer Abstammung. Varianten: Aquamarin, Goldberyll, Goshenit, Heliodor, Morganit, Smaragd. Beryll - "Beryllos" (griechisch). Aus diesem Material wurden im Altertum Brillen geschliffen. Beryllgruppe: Härte 7,5-8, Lichtbrechung: 1,58-1,59. Spezifisches Gewicht: 2,65-2,75. Chemische Zusammensetzung: Al2, Be3, (Si6 O18). Berylliumtonerdesilikat. Kristallsystem: hexagonal. Formen: langsäulig, walzenförmig, sechsseitige Prismen. Farben: gelblichgrün, gelb, goldgelb, rosa, farblos. Hauptvorkommen: Brasilien, Madagaskar, Ceylon, Südwestafrika, Südafrika, Kalifornien und Australien.
Beryll
Zur Beryll-Gruppe gehören Smaragd, Aquamarin und - oft als Edelberyll zusammengefasst - Heliodor, Goldberyll, Morganit, Goshenit und weitere. Das gemeinsame Merkmal ist die chemische Zusammensetzung (Aluminium-Beryllium-Silicat) und die sich damit ergebenden physikalischen Eigenschaften: Mohshärte 7,5 - 8, Dichte 2,66 - 2,87, Strichfarbe weiß, muscheliger bis spröder Bruch. Wie bei anderen allochromatischen Edelsteinen auch, werden die verschiedenen Farben des Beryll durch unterschiedliche eingelagerte Spurenelemente verursacht.
Der Name 'Beryll' leitet sich vom gleichbedeutenden lateinischen 'beryllus' bzw. dem griechischen 'beryllos' ab. Letztlich entstammt der Name wohl von einem südindischen Stadtnamen. Im frühen 14. Jahrhundert erfand man im Umgang mit Beryll die Brille. Ihr Name bedeutet also eigentlich 'Berylle'.