Turmalin


Farbe: farblos, rosa, rot, gelb, grün, blau, violett, schwarz, mehrfarbig

Herkunftsland/Vorkommen: Brasilien, Afghanistan, Australien,
Birma, Indien, Madagaskar
 

Gruppe/Varietät:

Der Turmalin gehört zu den Edelsteinen mit der größten Arten
und Farbvielfalt. Die als Schmuck beliebte, rosafarbene Variante
wird Rubellit genannt. Turmaline sind seit der Antike bekannt.
Erst 1703 haben Holländer Turmaline aus Sri Lanka nach Europa
gebracht.

Esoterische Eigenschaften:
Rosa Turmaline verhelfen zu mehr Sensibilität und sorgen für
Energieschub. Der Träger dieses Edelsteins vergisst seine
Enttäuschungen und wird mit mehr Liebe, Freundschaft, Glück
und Lebenslust erfüllt.

 

Turmaline sind durchsichtige Edelsteine mit in einer beeindruckenden Farbenvielfalt - einfarbig oder mehrfarbig, von farblos über hellgrün, orange, rosa, olivgrün bis blaugrün. Je nachdem wie der Stein aus dem Kristall herausgeschliffen wird, ergeben sich vollkommen unterschiedliche Strukturen und bisweilen sogar Farbverläufe. Das heißt der Stein ist eigentlich nur für Fachleute aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften als solcher zu erkennen. Dabei sind die Härte, die hohe Doppelbrechung und der starke Pleochronismus (unterschiedliche Farben in verschiedenen Richtungen) wesentliche Erkennungsmerkmale.


Mit einer Mohshärte von 7-7,5 ist der Turmalin etwa so hart wie Bergkristall. Die Dichte von Turmalinen reicht von 2,82 bis 3,32, die Strichfarbe ist weiß.   

 

Nach Farbe, Zusammensetzung und Herkunft werden viele Varietäten unterschieden, z.B.:


Der Achroit (gr. 'ohne Farbe') ist eine seltene, farblose Varietät des Turmalin.


Rubellit (lat. 'rötlich') ist rosa bis rot, gelegentlich rubinfarben.


Dravit werden gelbraune bis braune Turmaline genannt.


Der Indigolith ist sehr kostbar und weist einen typischen Farbverlauf von blaugrün zu dunkelgrün auf. Er wird vorwiegend in der Baguette-Form geschliffen.


Schörl sind schwarze Turmaline.


Verdelith (ital. 'grün' / gr. 'Stein') bezeichnet grüne Turmaline generell.


Der Paraiba-Turmalin fällt durch ein bei Turmalinen selten gefundenes Grün (smaragdgrün bis türkis) auf. Er wird in Brasilien (Bundesstaat Paraiba), in der Mina da Bathalha abgebaut, jedoch werden auch in Nigeria Turmaline mit praktisch identischer Färbung und übereinstimmendem Chemismus (Farbgebung durch Mangan und Kupfer) gefördert und oft unter der Bezeichnung Paraiba-Turmalin auf den Markt gebracht. Tatsächlich könnten beide Minen vor dem Auseinanderdriften der beiden Kontinente gemeinsame geologische Ursprünge gehabt haben, weswegen man sich durchaus darüber streiten könnte, ob die Namensgebung gerechtfertigt ist.

 


Das Wort Turmalin ist aus dem singhalesischen 'turamali' (bzw. 'turamalli') entlehnt, das 'Stein mit gemischten Farben' bedeutet.

Eine alte deutsche Bezeichnung ist 'Aschentrekker' (Aschenzieher). Sie bezieht sich auf die Eigenschaft des Turmalin, sich bei Temperaturveränderung oder Druck elektrisch aufzuladen und somit Staub anzuziehen.